Geschichte

Angefangen hat alles in einem alten Bauernhaus in Gippingen AG. Dort begann Paul Faude 1963 mit der Produktion von Medaillen, Plaketten, Pins und Abzeichen im Ätzverfahren. Sein Relief-Ätzverfahren ist seitdem weit bekannt. Paul Faude hatte sehr grossen Erfolg. Man baute das Bauernhaus aus und erneuerte es. Nach bald 20-jähriger Geschäftstätigkeit erreichte man national einen hohen Bekanntheitsgrad. 2002 wurde aus zwei Schweizer Traditionsfirmen Huguenin + Kramer SA in Le Locle und Faude AG in Gippingen die Firma Faude & Huguenin SA.

Das 1868 gegründete Unternehmen Huguenin + Kramer SA wurde von den Gebrüdern Fritz und Albert Huguenin aufgebaut und konzentrierte sich zu Beginn auf die dekorative Gestaltung von Taschenuhrengehäusen. Innert kurzer Zeit wurde die Unternehmenstätigkeit auf die Herstellung von Münzen, Medaillen und Auszeichnungen im Reliefverfahren erweitert. Die Anfang des 20. Jahrhunderts aufgenommenen Exportaktivitäten stellen bis heute einen wichtigen Absatzmarkt von Faude & Huguenin dar. Die Unterschiede der nun zu einer Einheit verschweissten Firmen liegen in den unterschiedlichen Produktionsverfahren. Das in Gippingen angewendete, zweidimensionale Ätzverfahren stellt das technisch moderne und einfachere Produktionsverfahren dar. Das dreidimensionale, aufwendigere Reliefverfahren aus Le Locle repräsentiert die kunsthandwerkliche Präzisionsarbeit.

Im Jahre 2013 wurde das Werk in Gippingen aufgrund von strukturellen Anpassungen und Marktveränderungen geschlossen. Der Standort in Le Locle wurde zum Hauptsitz des Unternehmens. Das einzigartige Ätzverfahren, welches Paul Faude vor mehr als 50 Jahren entwickelt hatte, wird seitdem in einem eigenen Partner-Unternehmen weitergeführt.